Unerzählbar
Folge 7

Der Filmabend

Der Erzähler hat noch nie ferngesehen. Maren hat eine Fernbedienung mit siebenundvierzig Knöpfen. Einer von beiden schreit am Ende den Bachelor an.

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38:27

Mit dem Erzähler, Maren und Kater Dieter

Freitagabend in Oldenburg. Die Woche ist vorbei, der Regen trommelt gegen die Fenster, und Maren Vogt hat sich auf dem Sofa eingerichtet wie jemand, der vor Montag nicht vorhat, es wieder zu verlassen. Popcorn steht bereit. Dieter liegt auf der Armlehne. Und in Marens Hand liegt ein kleines schwarzes Gerät mit siebenundvierzig Knöpfen.

Der Erzähler hat noch nie ferngesehen. Noch nie. Kein Kino, kein Streaming, keine Ahnung, was Netflix ist. Und als der schwarze Kasten an der Wand plötzlich zu leuchten beginnt, ist nichts mehr wie vorher. Was folgt, ist eine Reise durch die gesamte moderne Unterhaltungskultur an einem einzigen Abend. Filmbeschreibungen, die klingen wie Horoskope. Ein Trailer, der das Ende verrät. Ein Krimi, den der Erzähler in zehn Minuten löst. True Crime zur Entspannung. Und eine Dating-Show, die einen Mann mit sieben Semestern Germanistik dazu bringt, den Fernseher anzuschreien, weil die Frau mit den Locken die Rose verdient hätte.

In dieser Folge der Hörspiel-Comedy Unerzählbar trifft literarischer Anspruch auf Streaming-Algorithmen, Hecken-Forensik auf Reality TV und narrative Distanz auf siebenundneunzig Prozent Übereinstimmung. Kostenlos anhören und herausfinden, ob der Bruder es wirklich war.

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Mit dem Erzähler, Maren und Kater Dieter

Es gibt Orte, die kein Mensch freiwillig betritt. Die weiße Hölle hinter der Kühlschranktür zum Beispiel. Ein Ort, an dem die Zeit gefroren ist, Rahmspinat von Ostern neben mysteriösen Alufolienpaketen ruht und die Schubladen unter zentimeterdickem Eis verschwunden sind.

In dieser Folge der Hörspiel-Comedy Unerzählbar taut Maren ihr Gefrierfach ab. Mit einem Reiseföhn von Rossmann (sieben neunundneunzig, im Angebot), einem Pfannenwender, einem Flaschenöffner und gelben Gummihandschuhen. Für den Erzähler ist das natürlich kein Haushaltsvorgang, sondern eine Polarexpedition epischen Ausmaßes. Mit Gletscherabbrüchen, tückischem Moorwasser, einer Bestie der Tundra (Dieter, sechs Kilo, leckt an einem gefrorenen Fischstäbchen) und der großen Frage: Was verbirgt sich im beschriftungslosen Alufolien-Relikt?

Was als Comedy über den absurdesten aller Alltagskämpfe beginnt, wird leise und warm, als Maren ganz hinten im Fach etwas findet, das sie vor fünf Jahren eingefroren hat. Nicht weil es noch essbar wäre. Sondern weil manche Dinge schwer wegzuwerfen sind, auch wenn man sie nicht mehr braucht.

Eine Folge über Gefrierbrand und Erinnerungen, über Fischstäbchenwürde und Tiefkühl-Tetris, über das Loslassen und darüber, dass man manchmal nur den Stecker ziehen muss, damit das Eis schmilzt.

  • Gefrierfach
  • Haushalt
  • Erinnerungen
  • Loslassen
25:23

Mit dem Erzähler, Maren und Kater Dieter

Es gibt Abende, die fangen ganz normal an. Kochsendung im Fernsehen, die keiner schaut. Ein Kater auf der Fernbedienung. Staubsaugerroboter-Bewertungen auf dem Handy. Und dann geht das Licht aus.

In dieser Folge der Hörspiel-Comedy Unerzählbar fällt in Marens Oldenburger Wohnung der Strom aus. Komplett. Nicht metaphorisch, nicht als literarisches Stilmittel, sondern einfach: stockfinster. Das Handy hat drei Prozent Akku. Die Kerzen sind in der Küche, das Feuerzeug irgendwo im Wohnzimmer, und Dieter liegt auf dem einzigen Gegenstand, den Maren gerade dringend braucht. Wie immer.

Was folgt, ist eine Odyssee durch die eigene Wohnung, bei der Maren gegen den Couchtisch läuft, den Türrahmen findet (mit der Stirn) und ein leeres Feuerzeug entdeckt, das der Erzähler sofort mit Romeo und Julia vergleicht. Nur mit Wachs und Butan. Doch irgendwann brennen vier Teelichter, Dieter jagt einen Korken durchs Dunkle, und zwischen Lachtränen über Kissenbezüge mit Lebe-Liebe-Lache und einem Rant über kubistische Röntgenbilder passiert etwas, das im Hellen nie passiert wäre.

Ein Gespräch im Kerzenlicht. Ehrlich, warm und ohne Ausreden. Über Worte, über Zuhören, und über die Frage, warum ausgerechnet das Leben einer Zahnarzthelferin aus Oldenburg eine Geschichte wert ist. Jetzt kostenlos anhören und herausfinden, was leuchtet, wenn alles andere ausgeht.

  • Stromausfall
  • Kerzenlicht
  • Gespräch
22:43

Mit dem Erzähler, Maren und Kater Dieter

Manche Samstage beginnen harmlos. Kaffee, Sonnenschein, ein Kater auf dem Fensterbrett. Und dann sagt Maren einen Satz, der alles verändert: Natascha heiratet. Und ich soll die Rede halten.

Was folgt, ist das größte kreative Unterfangen seit der IKEA-Einkaufsliste. Ein Erzähler mit sieben Semestern Germanistik wittert seine Chance. Endlich wird seine Kunst GEBRAUCHT. Endlich darf er zur Feder greifen und etwas Unvergessliches erschaffen. Das Problem: Maren hat Regeln. Maximal fünf Minuten. Kein Shakespeare. Kein Goethe. Kein Rilke. Und es muss von Herzen kommen. Echt echt, nicht literarisch echt.

Was dann passiert, kann man nicht planen. Ein Postbote empfiehlt Rilke. Eine Nachbarin bringt die Hochzeitsrede von 1987 vorbei, inklusive Gartenmetapher und Dünger-Vergleich. Ein Klempner, der eigentlich nur eine Dichtung wechseln will, sagt in zehn Sekunden mehr über Reden als der Erzähler in acht Entwürfen. Und Dieter, sieben Kilo graugetigerter Lektor, frisst die Hälfte der Karteikarten.

Irgendwo zwischen Entwurf 1 und 27, zwischen Ozean-Metaphern und einem Steuerberater, der einen Verlobungsring aus dem Meer fischt, entsteht in dieser Hörspiel-Comedy etwas, das niemand geplant hat. Eine Rede, die stimmt. Ein Lied, das nicht klingen muss. Und ein Moment, der fast wie Freundschaft klingt. Jetzt kostenlos anhören.

  • Hochzeit
  • Rede
  • Freundschaft
30:53

Mit dem Erzähler, Maren und Kater Dieter

Es gibt Zugfahrten, die verändern alles. Und es gibt Zugfahrten zwischen Oldenburg und Hannover, auf denen ein Erzähler mit sieben Semestern Germanistik nach acht Minuten feststellt, dass Niedersachsen so flach ist, dass man sehen kann, wer übermorgen zu Besuch kommt.

In dieser Folge der Hörspiel-Comedy Unerzählbar packt Maren ihren Kater Dieter in eine Transportbox (er sieht aus wie ein politischer Gefangener, der auf den Anwalt wartet), steigt in den Zug und fährt zu ihrer Schwester. Der Erzähler fährt mit. Und ihm wird schnell langweilig. Sehr schnell. Lesen kann er nicht, weil ihm schlecht wird. Kein Handy. Schlafen ist unter seiner Würde. Was bleibt? Ein Vorschlag von Maren, der alles verändert: Ab jetzt wird nur noch in Reimen gesprochen.

Was als harmloses Spiel beginnt, wird zum erbitterten Reimduell quer durch Niedersachsen. Der Erzähler zitiert Metrik und Versmaße. Maren reimt einfach los und trifft besser. Kühe werden zu Musen, Hannover reimt sich auf Pullover (es reimt sich nicht auf Pullover), und ein stiller Mann aus Verden mit seiner Zeitung wird zum Gegenstand eines improvisierten Gedichts, das plötzlich gar nicht mehr lustig ist. Sondern schön.

Zwischen gescheiterten Neologismen, erfundenen Reim-Lizenzen und einem Kater, dem alles egal ist, passiert etwas, das keiner geplant hat. Ein gemeinsamer Vers. Kostenlos anhören und mitreimen. Am besten laut im Zug.

  • Zugfahrt
  • Reime
  • Niedersachsen
25:45

Mit dem Erzähler, Maren und Kater Dieter

Maren hat einen Arzttermin. Um halb zehn. Sie sind seit acht Uhr da. Denn im deutschen Gesundheitssystem ist ein Termin kein Versprechen. Ein Termin ist ein Vorschlag.

In dieser Folge der Hörspiel-Comedy Unerzählbar betritt der Erzähler zum ersten Mal ein deutsches Wartezimmer. Er wird es nie vergessen. Acht beige Plastikstühle, ein lebensgroßes Poster des menschlichen Verdauungstrakts, eine BUNTE von 2016 und ein Mann, der alle einundvierzig Sekunden hustet. Wie eine biologische Kuckucksuhr. Dazu eine ältere Dame, die seit halb acht da ist und das jedem erzählt, der sich setzt. Sie hat den Stuhl mit der Armlehne. Sie hat ihn verdient.

Während Maren in aller Seelenruhe auf ihrem Handy scrollt, zählt der Erzähler Deckenplatten, timt Hustenintervalle und entdeckt im Anamnesebogen Marens geheime Raucher-Vergangenheit. Zwei Zigaretten. Hinter der Turnhalle. Elfte Klasse. Für ihn: ein ganzes Kapitel.

Nach hundertzweiunddreißig Minuten Wartezeit dauert die Behandlung vier Minuten. Das Verhältnis: zweiunddreißig zu eins. Und danach geht es in die Apotheke, wo Medikamentennamen wie Gäste eines Fantasy-Banketts klingen und Umckaloabo eindeutig ein Fluch in einer vergessenen Sprache ist.

Eine Folge über Geduld, beige Stühle und die Erkenntnis, dass Warten weniger schlimm ist, wenn jemand neben einem über Deckenplatten lacht. Jetzt kostenlos anhören in Oldenburg und überall.

  • Arztbesuch
  • Wartezimmer
  • Apotheke
40:11

Mit dem Erzähler, Maren und Kater Dieter

Manche Sonntage beginnen mit dem Vorsatz, etwas Sinnvolles zu tun. Und manche Sonntage beginnen auf einem Sofa in Oldenburg, mit einem Kater auf dem Bauch und einem leuchtenden Rechteck in der Hand. Seit drei Stunden. Dreihundertsiebenundvierzig Daumenbewegungen. Der Erzähler hat gezählt.

In dieser Folge der Hörspiel-Comedy Unerzählbar betritt ein Mann mit sieben Semestern Germanistik zum ersten Mal die digitale Welt. Und die digitale Welt ist nicht vorbereitet. WhatsApp ist Kommunikation ohne Anrede. Emojis sind Gefühle ohne Worte. Ein gelber Daumen ersetzt zweihundertfünfzigtausend Wörter der deutschen Sprache. Und die Aubergine steht nicht für Gemüse.

Maren zeigt ihm alles: Gruppenchats, in denen acht Menschen gleichzeitig reden und niemand zuhört. Instagram, wo ihre Carbonara dreiundfünfzig Herzen bekommt und Dieter der Kater hundertsieben. TikTok, wo ein Mann fünfzehn Sekunden tanzt und vier Millionen zuschauen. Und die Autokorrektur, die Goethe in Gurke verwandelt.

Der Erzähler ist entsetzt. Dann fasziniert. Dann süchtig. Und irgendwo zwischen oddly satisfying Videos und blauen Haken passiert etwas, das in keine Zeichenbegrenzung passt. Ein Sonntagabend in Oldenburg, an dem ein leuchtendes Rechteck und ein analoger Erzähler lernen, dass sie eigentlich dasselbe wollen. Jetzt kostenlos anhören.

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51:06

Mit dem Erzähler, Maren und Kater Dieter

Es gibt Orte, an denen die Zeit aufhört zu existieren. Schwarze Löcher. Das Bermudadreieck. Und das Bürgeramt Oldenburg, Abteilung B, Sachgebiet 2.

Maren Vogt braucht einen neuen Personalausweis. Ihrer läuft ab. Wie Joghurt, nur dass Joghurt nach dem Ablaufdatum meistens noch gut ist. Sie hat einen Online-Termin, zehn Uhr vierzig. Ein biometrisches Passfoto, auf dem sie aussieht, als hätte jemand ihr den Kaffee weggenommen. Und einen Erzähler mit sieben Semestern Germanistik, der zum ersten Mal in seinem Leben eine deutsche Behörde betritt.

Was folgt, sind hundertdreizehn Minuten auf Plastikstühlen unter Neonlicht. In dieser Hörspiel-Comedy passiert alles und nichts gleichzeitig: Wartenummern kriechen vorwärts, ein Beamter transportiert eine einzelne Akte über elf Meter Linoleum, ein junger Mann verschläft seinen Termin, und der Erzähler dichtet einem fremden Nummernschild eine Liebesgeschichte an. Maren liest Donna Leon. Der Erzähler liest eine Broschüre über das Bundesmeldegesetz in Verbindung mit der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Durchführung des Bundesmeldegesetzes. Einer von beiden verliert den Verstand.

Zwischendurch stellt Maren eine Beobachtung an, die den Erzähler bis ins Mark trifft: Er und die Verwaltung haben die gleiche Technik. Beide benutzen dreimal so viele Wörter wie nötig. Beide verpacken einfache Dinge in komplizierte Sätze. Und beide brauchen einen Übersetzer.

Kostenlos anhören, am besten auf einem Plastikstuhl. Für das authentische Erlebnis.

  • Bürgeramt
  • Behörde
  • Warten
  • Personalausweis
47:30

Mit dem Erzähler, Maren und Kater Dieter

Manche Tage beginnen mit einem sterbenden Bücherregal. Einem aus Spanplatte, Baujahr 2019, neununddreißig Euro, Dänisches Bettenlager. Und einem Kater auf dem obersten Fach, der findet, dass Physik eine Angelegenheit für andere ist.

Maren braucht ein neues Regal. Der Erzähler hofft auf Eiche vom Tischler, auf Handwerk mit Geschichte. Maren sagt: IKEA. Und so betritt ein Mann mit sieben Semestern Germanistik zum ersten Mal in seinem Leben ein schwedisches Möbelhaus. In dieser Hörspiel-Comedy aus Oldenburg wird dieser Tag für beide unvergesslich.

Was folgt, ist eine Expedition durch blau-gelbe Welten: Showrooms mit Familienfotos von Menschen, die es nicht gibt. Bücher, die an Regale geklebt sind. Leere Seiten. Toiletten ohne Anschluss. Ein Bällebad namens Småland, das entweder Erleuchtung oder Wahnsinn ist. Gelbe Pfeile auf dem Boden, denen der Erzähler sich aus Prinzip verweigert, nur um dreimal vor den Spülbecken zu landen. Und dann, in der Bettenabteilung, ein Name. Ein schwedischer Produktname, der alles verändert. GUTVIK. Mehr wird nicht verraten.

Danach wird gebaut. Mit Bildanleitung, lächelnden Strichmännchen, siebzehn verschiedenen Schrauben und einem Kater, der eine davon unters Sofa schiebt. Das Ergebnis: ein BILLY-Regal mit einem Neigungswinkel von drei Grad nach links und einem neuen König auf dem obersten Fach. Kostenlos anhören und miterleben, wie ein Erzähler an IKEA scheitert, aber am Hot Dog für eins fünfzig fast Frieden findet.

  • IKEA
  • Möbelhaus
  • Regal aufbauen
34:50

Folge 3

Dieter

Mit dem Erzähler, Maren und Kater Dieter

Dieter frisst nicht. Für Maren Vogt ist das ein absoluter Notfall. Für den Erzähler mit sieben Semestern Germanistik angeblich nur eine unerwartete narrative Entwicklung. Professionelles Interesse. Rein handlungsbezogen. Nichts weiter.

In dieser Folge der Hörspiel-Comedy-Serie Unerzählbar passiert etwas, das in Marens Zweizimmerwohnung in Oldenburg noch nie passiert ist: Sieben Kilo Selbstbewusstsein sitzen vor einer vollen Schale Huhn in Gelee und rühren sich nicht. Normalerweise würde Dieter dafür morden. Heute schaut er das Futter an, als wäre es eine persönliche Beleidigung. Er ist warm. Er schnurrt nicht. Und er geht freiwillig in die Transportbox, was bereits das zweite Warnsignal ist.

Was folgt, ist ein unfreiwilliger Ausflug mit der Linie zwölf zum Tierarzt, eine Frau im Bus, die fragt, ob das ein Hund oder eine Katze ist, ein Ultraschall, der ein verschlucktes Haargummi von Rossmann enthüllt, und ein Erzähler, dessen professionelle Distanz mit jeder Minute ein bisschen mehr bröckelt. Denn zwischen Desinfektionsmittelgeruch und Neonlicht passiert etwas, das keine sieben Semester Germanistik vorbereiten konnten: Er gibt zu, dass er Dieter mag. Nicht den Handlungsbogen. Nicht die narrative Entwicklung. Den Kater.

Eine Folge über Sorgen, die man nicht aussprechen will. Über Hände, die man nicht hat. Und über einen pelzigen Pharao, dessen Schnurrhaare glänzen wie die Saiten einer Harfe. Kostenlos anhören, am besten mit einer Katze auf dem Schoß.

  • Kater
  • Tierarzt
  • Sorge
23:58

Folge 2

Das Date

Mit dem Erzähler, Maren und Kater Dieter

Maren hat ein Date. Tobias, Ingenieur, Bumble, nach rechts gewischt. Der Erzähler hätte sich eine Begegnung im Regen gewünscht, vielleicht in einer Buchhandlung, eine Hand, die gleichzeitig nach demselben Buch greift. Stattdessen: Luigi's in der Oldenburger Südstadt. Pizza, Carbonara und ein Besitzer namens Thomas aus Bremerhaven.

In dieser Folge der Hörspiel-Comedy Unerzählbar begleitet der Erzähler Maren zum ersten Mal auf ein echtes Date. Im narrativen Energiesparmodus, versteht sich. Also flüsternd, kommentierend und mit der Selbstbeherrschung eines Mannes, der sieben Semester Germanistik studiert hat und jetzt einen Zahnwitz bewerten muss. Vorher wird gestritten: über Outfits (Jeans, nicht das schwarze Kleid), Lippenstift (Rossmann, drei neunundneunzig) und die Frage, ob "vorfreudig" ein Wort ist. Währenddessen summt Maren leise Kiss von Prince, obwohl das Radio aus ist.

Bei Luigi's wird es dann ernst. Tobias baut Brücken, hat einen Labrador und eine leichte Katzenallergie. Nur Niesen. Der Erzähler hätte sich narrativ mehr erhofft. Zwischen Saltimbocca und Panna Cotta passiert etwas, das der Erzähler nicht beschreiben darf. Weil Maren es ihm verbietet. Und weil manche Dinge nur ihr gehören.

Die Folge kostenlos anhören und herausfinden, warum der Erzähler in Demütigungen bezahlt wird und wer zum Teufel Jens ist.

  • Erstes Date
  • Online-Dating
  • Pizzeria
28:48

Mit dem Erzähler, Maren und Kater Dieter

Manche Morgen beginnen mit dem Gefühl, dass die Welt sich verändert hat. Und manche Morgen beginnen in einer Zweizimmerwohnung in Oldenburg, mit einem Wecker, der zu früh klingelt, und einer Katze, die Frühstück verlangt.

Als ein Erzähler mit sieben Semestern Germanistik beschließt, das Leben von Maren Vogt zu erzählen, hat er einen klaren Plan: Tragik, Weltschmerz, literarische Tiefe. Maren hat einen anderen Plan. Kaffee. Schwarz, zwei Zucker. Und bitte keine Metaphern vor dem ersten Schluck.

Was folgt, ist ein ganz normaler Tag. Maren fährt mit dem Fahrrad zur Arbeit in der Zahnarztpraxis von Doktor Freytag, kauft Franzbrötchen beim Bäcker (ein Gebäck mit Zimt, nicht etwa ein Symbol für die deutsch-französische Sehnsucht) und kommt abends nach Hause zu einem Kater namens Dieter, der die rechte Bettseite für sich beansprucht. Der Erzähler versucht währenddessen verzweifelt, aus jedem einzelnen Moment große Literatur zu machen. Und scheitert. An einer Frau, die Pathos in drei Worten erdet und jede Metapher mit Pragmatismus kontert.

Aber irgendwo zwischen einem Pickel am Kinn, den der Erzähler in Weltschmerz umdichten will, und einer gesummten Melodie beim Zähneputzen passiert etwas Unerwartetes. Nicht Tragik. Nicht Literatur. Etwas Besseres. Der Beginn von etwas, das keiner der beiden geplant hat.

  • Oldenburg
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  • Kater
  • Literatur
19:42