
Eine Uhr, ein Serviettenring und eine Birne am Fenster
Drei Anrufer, die etwas hüten, das andere längst weggeworfen hätten: eine unerklärliche Stunde, einen Eimer Kronkorken, nur die guten Tage.
Mitten in der Nacht ist eine Leitung offen, und Ben hört einfach zu. Wildfremde Menschen rufen an und erzählen, was sie gerade umtreibt, mal zum Schreien komisch, mal so leise, dass man den Atem anhält. In jeder Folge sind es drei Anrufe, und immer wieder wird aus einer scheinbaren Nebensache plötzlich etwas Großes. Eine verlorene Strickjacke, ein Serviettenring, ein abgeschaltetes Radio, und dahinter ein ganzes Leben. Unter vier Ohren ist eine Sendung über die kleinen Dinge, in denen wir uns wiederfinden, und über das Geschenk, jemandem zuzuhören.

Drei Anrufer, die etwas hüten, das andere längst weggeworfen hätten: eine unerklärliche Stunde, einen Eimer Kronkorken, nur die guten Tage.

Drei Anrufer, drei heimliche Zweitleben, das vom Alltag nicht zu ahnen ist.

Drei Anrufe über eine Hilfsbereitschaft, einen Saugroboter und eine Marmelade, die alle ein Eigenleben entwickelt haben.

Drei Menschen rufen an mit etwas, das von außen völlig sinnlos aussieht, und genau deshalb guttut.

Ben spricht mit einem Mann, der eine Taube kennt, einer Frau, die sich herrlich ärgert, und einem, der mit dem Wort Held nicht leben kann.

Ein Zettelkrieg um einen Parkplatz, ein Abschied an der Apothekentheke und ein Vater, der zu spät versteht: drei Anrufe über Beziehungen, für die es kein richtiges Wort gibt.

Ein Tippschein, ein Schlüssel und ein Mäusenest: drei Menschen, denen etwas Fremdes anvertraut wurde, und die Frage, ob man das annehmen darf.

Drei Anrufer, die etwas in Händen halten, das ihnen nicht ganz gehört, und es trotzdem nicht hergeben wollen.