
Mit Arne und Merle
Paris, Montag, der 21. August 1911. Der Louvre ist geschlossen, über der Stadt liegt eine Hitzewelle, und durch die Gänge geht ein kleiner Mann im weißen Arbeitskittel, der hier gar nicht mehr arbeitet. Wenige Minuten später hängen im Salon Carré nur noch vier eiserne Haken an der Wand. Mehr als einen Tag lang merkt niemand, dass die Mona Lisa fehlt.
Unter Kennern galt sie damals längst als Meisterwerk, die meisten Touristen aber gingen an ihr vorbei zur Venus von Milo. Mit dem Diebstahl ändert sich das. Die Menschen stehen Schlange, um eine leere Stelle an der Wand zu sehen, darunter zwei junge Männer aus Prag, von denen einer Franz Kafka heißt. Die Polizei jagt einem Fingerabdruck nach, die Kabaretts spotten, und ein junger Maler namens Pablo Picasso bekommt Angst, denn unter seinen Hemden liegen seit vier Jahren zwei Steinköpfe aus dem Louvre.
Eine Folge über die gut zwei Jahre, in denen die Mona Lisa verschwunden war, über einen Dieb, dessen Namen kaum jemand kennt, und über die Frage, wie aus einem kleinen Bild auf Pappelholz das berühmteste Gemälde der Welt wurde.





