
Mit Arne und Merle
Acht weiße Mäuse bekommen an einem Samstag im Mai 1940 in Oxford eine tödliche Dosis Streptokokken. Die deutsche Armee rückt auf den Ärmelkanal zu, und Howard Florey, Ernst Chain und Norman Heatley wollen wissen, ob ein Stoff aus Schimmel im Körper wirkt. Entdeckt hat ihn Alexander Fleming zwölf Jahre zuvor in London, auf einer verunreinigten Schale, zu der er nur sagte: „Das ist komisch.“
Heatley wacht die Nacht über bei den Käfigen und zählt. Weil keine Firma im Krieg Zeit hat, wird das Institut zur Fabrik: Der Schimmel wächst in Milchkannen und Bettpfannen, eine Türklingel meldet, wenn eine Flasche voll ist. Für den Fall einer Invasion reiben die Forscher Sporen ins Futter ihrer Mäntel. Und als der Polizist Albert Alexander schwer krank im Radcliffe Infirmary liegt, radelt der junge Arzt Charles Fletcher nachts Flaschen mit Urin ins Labor, weil darin das Mittel steckt, von dem es zu wenig gibt.
Eine Folge über Penicillin, über einen Blick auf eine Schale und die Menschen, die daraus ein Medikament machen wollen, und über die Frage, warum dazwischen zwölf Jahre liegen.





