
Mit Ben, Kerem, Aylin und Wojtek
Kerem ruft zum ersten Mal irgendwo an, wegen einer Sache im Kino seines Onkels. Aylin hat zweimal aufgelegt und bleibt beim dritten Versuch. Und Wojtek sagt gleich, dass er nicht anruft, damit es ihm besser geht.
Der Onkel hat Kerem genommen, als ihn niemand wollte, und ihm sogar den Tresorschlüssel anvertraut. Seit drei Wochen lässt Kerem seinen besten Freund Tobi und dessen Freundin umsonst hinein und zieht abends zwei Tickets aus der Tageszahl, das Thermopapier noch warm unter dem Daumen. Aylin pflegt ihre Schwiegermutter, die sie fünfundzwanzig Jahre lang wie eine Zumutung behandelt hat. In einem klaren Moment hat die alte Frau ihre Hand gedrückt und einen Satz gesagt. Wojtek fuhr vierzig Jahre Fernverkehr. Die Lederhülle seines Schaltknüppels hängt am Nagel in der Garage, und er trägt eine Nacht im Nebel mit sich.
Eine Folge über das, was man behält, obwohl es einem nicht ganz zusteht, und über einen Daumen, der Leder blank reibt.




















