
Die Sternkarte ist im Dunkeln völlig nutzlos, aber sie raschelt schön. Ihr liegt zu dritt am Rand eines Kornfelds, du in der Mitte, und der Boden gibt noch die ganze Wärme des Tages zurück. Es ist die Nacht mit den meisten Sternschnuppen im Jahr.
Die Stimme links hat das Datum seit Wochen im Kalender, mit vier Ausrufezeichen, und ihre Jackentaschen sind voller Kamille. Die Stimme rechts hat die Limonade den ganzen Abend im Bach gekühlt und sagt sonst eher wenig. Die trockenen Ähren klingen wie tausend kleine Rasseln, irgendwo raschelt ein Igel. Und es gibt eine Regel: Wünsche sagt man nie laut. Die Stimme links vergisst das jedes Mal.
Eine Folge über Sternschnuppen, die man nicht planen kann, über warmen Boden in einer Sommernacht und über Wünsche, die man für sich behält. Am schönsten mit Kopfhörern.









