
Eine Bibliothek nach Ladenschluss. Du liegst auf dem dicken Teppich zwischen Philosophie und Gartenbau, links und rechts von dir zwei Stimmen, die flüstern, weil man das hier so macht, auch wenn längst niemand mehr da ist. Den Schlüssel hat einer der beiden geschenkt bekommen, angeblich für ein Buch, das er mit elf Jahren Verspätung zurückgebracht hat.
Es riecht nach Vanille, nach Staub und nach vielen Jahren, und durch die alten Fenster kommt der Regen. In einem Buch steht mit Bleistift ein kleiner Satz am Rand. Die beiden überlegen, was für ein Buch du wärst: eins, bei dem man sich nur ein Kapitel vornimmt, und dann ist es draußen hell. Und irgendwann liegt die Decke aus der Leseecke bei euch, obwohl ein Schild das verbietet.
Eine Folge über Flüstern, Bleistiftnotizen und einen Satz, den du mitnehmen darfst. Am schönsten mit Kopfhörern.









