
Mit Kornmann, Rosi, Detlef und Jule
Tief im Schwefelberg liegt der Drache Brandolf auf dem geraubten Goldschatz eines ganzen Königreichs, und seit das Gold fort ist, bleiben im Land die Kessel kalt. Kornmanns neues Werk „Die Bezwingung des Drachen Brandolf“ ist ein Märchen in 3 Bildern, für Groß und Klein und mit Moral, wie es sich gehört.
Detlef hätte gern einen Ritter mit Umhang gespielt, bekommt aber Hans den Kesselflicker, der von Dorf zu Dorf zieht und repariert, was andere wegwerfen. Rosi gibt endlich einmal die Königin, statt immer nur zu bedienen. Jule ist Prinzessin Hildegund, der Lohn der Tapferkeit, mit genau einem Satz. Kornmann übernimmt den Erzähler und den Drachen gleich mit.
Rosi hat eine Sprühsahnedose als Feueratem dabei, zwei Grillzangen aus Edelstahl als Schwert, den Kamm ihres Mannes für die Fanfaren der Herolde und hinten im Trolley etwas Tropfendes für die Schritte des Drachen. Schon im Thronsaal fragt der Held nach, welche Hälfte des Königreichs gemeint ist, die mit dem Schloss oder die mit dem Moor, und die Königin feilscht mit. In der Höhle läuft Musik, die Rosi von ihrer Rückengymnastik kennt, das Drachenfeuer ist beim Kaffee mit Apfelkuchen draufgegangen, und nebenan läuten Hochzeitsglocken.
Eine Folge von „Ruhe Aufnahme“ über Feuer mit Sahnehaube, über einen Goldschatz, der unters Sofa rollt, und über einen Helden, der auch im Märchen nicht aufhören kann zu verhandeln.








