
Mit Kornmann, Rosi, Detlef und Jule
Heute wagt sich der Hörspielkreis in die Vertikale. Kornmanns neues Werk heißt „Die Nordwand des Schicksals“, ein Bergdrama in fünf Seillängen, mit einem schweigenden Berg, einer jungen Kletterin namens Liesl und dem alten Bergführer Anselm Gruber, der ein Geheimnis hat.
Detlef spielt den Bergführer. Er war schon zweimal auf der Zugspitze, wenn auch mit der Seilbahn, und stellt sich für das richtige Höhengefühl auf einen Stuhl vor das Mikrofon. Jule hadert mit der Rolle der Liesl, Kornmann übernimmt selbstverständlich die Stimme des Berges, und Rosi hat für die Alpen eingepackt: Maisstärke im Lederbeutel für knirschenden Neuschnee, eine leere Flasche für den Sturm und einen Sack festkochender Kartoffeln für die Lawine.
Außerdem läuft eine Wette mit Küster Pöhlmann um eine Flasche Eierlikör: Der Kreis muss fertig sein, bevor über dem Keller der Kirchenchor zu proben beginnt. Das wird knapp. Denn der Sturm klingt nach der Hafeneinfahrt von Bremerhaven, der Bergführer wirbt für eine atmungsaktive Jacke im Wochenangebot, die epische Aufstiegsmusik stammt aus einem Werbespot, und irgendwann steht die ganze Gruppe in einer Wolke aus Maisstärke.
Eine Folge von „Ruhe Aufnahme“ über Gipfelglück auf fünfundvierzig Zentimetern, über Mut, der leise spricht, und über den kleinsten Raum im Gemeindehaus, in dem plötzlich ein ganzer Berg Platz hat.








