
Beim Ausräumen des Kellers stößt ein alter Mann auf einen Pokal vom Stadtteilturnier 1973. Billiges Plastik, golden lackiert, ein Henkel abgebrochen, das Gravurschild hängt nur noch an einer Niete. Darauf stehen zwei Namen untereinander: seiner und der von Werner, seinem früheren besten Freund.
Die beiden waren ein Doppel, Werner der mit der ruhigen Hand, er selbst der, der zu fest gestoßen hat. Auf dem Heimweg haben sie den Pokal abwechselnd getragen, je eine Straßenlaterne. Später kam die Sache mit der Werkstatt und dem Geld, das gefehlt hat, und danach ein Bruch, der seit Jahrzehnten hält.
Ein Brief über eine Freundschaft, einen alten Verrat und einen Pokal, der schief im Regal steht, auch mit einem Bierdeckel darunter.

























