
Unten im grünen Werkzeugkasten, unter der Wasserwaage, findet ein geschiedener Vater eine Zeichnung, die sein Kind vor vielen Jahren am Küchentisch gemalt hat. Wachsmalstifte aus der gelben Dose, ein Haus mit vier Fenstern, und in jedem Fenster steht jemand.
Die Sonne sitzt oben rechts in der Ecke, so fest aufgedrückt, dass man die Rillen im Papier noch fühlt. Das Blatt ist vergilbt und an den Knicken eingerissen, auf der Rückseite klebt brauner Tesafilm. Dreiundzwanzig Jahre lag es bei Werkzeug, das er nie mehr gebraucht hat. Nach der Trennung kamen die Wochenenden und die Sommer, die Abstände wurden größer, und keiner hat darüber gesprochen.
Ein später Brief an ein erwachsenes Kind über ein Haus, in dem damals alle waren, und über einen Riss, der mitten durch die Fenster geht.

























