
Das Babyphon steht auf einer Kommode im Kinderzimmer, dreißig Zentimeter neben einem Kopfkissen, das kleiner ist als ein Brotbrett. Es ist der Teil mit dem Mikrofon, das Modell für Eltern, die dem Ohr noch trauen. Jede Nacht hört es den Atem eines Kindes, das es nie gesehen hat.
Eine Rangordnung der Geräusche kennt es nicht: Ein Schluckauf, ein Seufzer, eine Motte am Lampenschirm, alles geht mit derselben Sorgfalt hinaus. Ida lacht im Schlaf, dreimal, und eine Minute später kommen sehr schnelle Schritte in Socken. Ihr Vater Henrik hat am ersten Abend die ganze Anleitung laut vorgelesen, auch das Kapitel Entsorgung, und fast jede Nacht um zehn nach drei kommt er leise ins Zimmer. Dazu erzählt das Babyphon von seinem Vorfahren Radio Nurse aus dem Jahr 1937, der aussah wie ein kleiner, strenger Kopf.
Eine Folge über Stille als schwierigste Information, über junge Eltern und über ein Kind, das mit zwei Jahren einen Namen für das Babyphon findet.





















