
Ein Benzin-Rasenmäher, vier Takte, sechsundvierzig Zentimeter Schnittbreite. Er springt beim dritten Zug an, immer: Beim ersten ist er noch nicht da, beim zweiten denkt er nach, beim dritten kommt er. Sehen kann er nichts, und solange er läuft, hört er nur sich selbst. Alles andere erfährt er über die zwei Hände am Holm.
Herr Marquardt mäht in Bahnen, gerade, parallel, jede überlappt die vorige um eine Handbreit. Hinter der Hecke mäht Herr Pohl, samstags ab drei, immer dreißig Sekunden später, damit es nicht aussieht, als hätte er gewartet. Sohn Nils mäht Kringel und hat einmal den Gartenschlauch erwischt. Der Rasenmäher erzählt von Edwin Budding, der 1830 eine Maschine aus der Tuchfabrik auf Räder stellte, und von einer Tochter, die sagt, der Duft von frisch gemähtem Gras sei ein Notruf.
Eine Folge über Arbeit, die am nächsten Tag wieder verschwindet, über zwei Nachbarn, die nichts sagen, und über einen Streifen Gras an der Hecke, der im Frühjahr stehen bleiben darf.





















