
Ein Walkman, blau und silber, Stereo, ohne Aufnahmetaste, und auf die fehlende Taste legt er Wert: Er spielt ab, was man ihm gibt, und äußert dazu keine Meinung. Sehen kann er nichts, hören fast nichts. Was er von seiner Besitzerin Heike weiß, weiß er durch ihren Daumen.
Heike ist sechzehn, fährt mit ihm Fahrrad und klopft den Takt auf sein Gehäuse, ohne es zu merken. Siebzehn Lieder kennt er, nicht als Lieder, sondern als Klopfmuster: Eines heißt bei ihm das Klopflied, ein anderes der Regen. Er erzählt, warum er in Amerika einmal Soundabout hieß und in England Stowaway, was eine orange Taste namens Hot Line kann und warum ein Bleistift das Zärtlichste ist, was er je erlebt hat.
Eine Folge über Musik, die man nur von unten kennt, über ein Band, über dessen Hülle Heike jedes Mal mit dem Daumen strich, und über zwei Kopfhörerbuchsen.





















