
Eine Spülmaschine, zwölf Maßgedecke, Unterbau links neben dem Herd. Sehen kann sie nichts, aber ein Sensor schickt Licht durch ihr Wasser und misst, wie trüb es ist. So kennt sie die Menschen in ihrer Küche an dem, was sie stehen lassen. Am Rand einer Auflaufform erfährt man mehr über einen Charakter als in jedem Lebenslauf.
Sie kennt die Vorspüler, die aufräumen, bevor die Putzfrau kommt, und die Optimisten mit dem Holzbrett. Sie erzählt von Josephine Cochrane, die ihr Porzellan so liebte, dass sie die Spülmaschine erfand. Und sie kennt Herrn Lambrecht, der allein lebt, einen Teller am Tag benutzt und sie erst startet, wenn sie voll ist. Dann drückt er den Knopf und sagt: So. Das ist ihr ganzes Gespräch.
Eine Folge über Einsamkeit, die man an klarem Spülwasser erkennt, über gute Arbeit, die man nicht sieht, und über ein einziges Glas, das eines Morgens fehlt.





















